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Farmer Boys – Born Again
Admin
Die Stuttgarter FARMER BOYS waren lange weg vom Fenster. Lange bedeutet in diesem Falle vierzehn Jahre, nimmt man das letzte komplette Album „The Other Side“ als Referenz. Die Welt aber ist ja besonders klein und trotz vieler anderer Aktivitäten [Gitarrist Alexander Scholpp tingelt zum Beispiel mit TARJA um die Welt] kam es, wie es kommen musste. Ein Wort ergab das andere, eine Note kam zur anderen. Das neue Album ist dann stilecht mit „Born Again“ betitelt. Als Geburtstagshelfer fungiert das Donzdorfer Label Arising Empire. Keine große Überraschung, denn „The Other Side“ wurde ja auch bereits von Nuclear Blast betreut.´

„Lange weg vom Fenster“


Die lange Pause merkt man der Band deutlich an, was durchaus im positiven Sinne zu verstehen ist. Gut, prima Musik haben sie immer gemacht, nicht zuletzt auch richtig erfolgreich. Was das neue Album allerdings auszeichnet, ist die Liebe zum Detail. Die FARMER BOYS wissen definitiv, wie Hits geschrieben werden und alle Songs gehen recht zügig ins Ohr. Matthias Sayers Stimme tut ein übriges, um die einzelnen Tracks mit diesem speziellen Gänsehautcharakter zu versehen. Doch kratzt man ein wenig an der Oberfläche, findet man viele Details, die sich im Laufe der Jahre angesammelt und am Ende zu einem kompakten Gesamtwerk zusammen gefunden haben. Moderner Thrash meets Pop, so könnte man zum Beispiel den Opener „Faint Lines“ beschreiben, „Fairy Skies“ kommt mit seinen starken Hooklines und dem 90er Jahre Refrain wie eine typische Autofahrt-Musik daher. Die erste Single „Revolt“ schielt ein wenig nach IN FLAMES, während „In The Last Days“ mit ein wenig NDW-Flair ausgestattet ist. Es gibt also viel zu entdecken auf „Born Again“, als absolut empfehlenswert jedoch möchte ich meinen persönlichen Kracher anpreisen. Ausgerechnet die Ballade „Isle Of The Dead“ kann sich nachhaltig für den Status „Klassiker“ empfehlen. Akustischer Einstieg mit Gitarre, einsetzendes Piano und Cello, dazu erneut Matzes unverwechselbare Stimme. Der Song mündet schließlich in einer Art Halbballade mit 70er Jahre Attitüde.

Den Abschluss bildet der Titelsong, ein eher schwermütiger, geradezu epischer Track, der den Spannungsbogen noch einmal konsequent aufrecht hält. Insgesamt also ein sauber abgeliefertes Album, welches über gut ein halbes Dutzend Songs verfügt, die sich auch nach Jahren kaum abnutzen werden. Bleibt zu hoffen, dass die FARMER BOYS nicht wieder weitere 14 Jahre bis zum nächsten Album brauchen.

Wertung
5.5/7 Punkten

Info
VÖ: 02.11.2018
Label: Arising Empire
Spielzeit: 00:49:21

Line-Up
Matthias Sayer – Vocals
Alex Scholpp – Guitars
Ralf Botzenhart – Bass
Richard Due – Keyboards
Timm Schreiner – Drums

Tracklist
Cosmos
Faint Lines
Fiery Skies
You And Me
Isle Of The Dead
Tears Of Joy
Mountains
Stars
Oblivion
In The Last Days
Revolt
Born Again

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