Rock Meets Classic 10 Jahre - Die Jubiläums Tour bigBOX Allgäu, 12.03.2019


Den Anfang machen Scott Gorham und Ricky Warwick - Songs von Thin Lizzy sind angesagt. Der 52-jährige Warwick, kein Gründungsmitglied der inzwischen 50 Jahre alten Band, kommt mit seiner Stimme aber sehr nah an Originalsänger Phil Lynott heran. Scott Gorham spielt derweil zusammen mit Alex Beyrodt von der Mat Sinner Band seine berühmten Twin-Lead-Guitar-Solos.

Auf der Leinwand ist nun das das Cover der "Get Lucky"-LP von Loverboy zu sehen, Mike Reno betritt die Bühne und die zweite Runde beginnt. Er startet auch gleich mit "Working For The Weekend", einer der größten Hits der Band auf dieser LP. Auch wenn der mittlerweile 64-Jährige nicht mehr unbedingt wie ein Loverboy aussieht, seine Stimme ist immer noch nahezu perfekt. Aber wie bei Thin Lizzy davor, vom Orchester ist noch nicht so viel zu hören, stattdessen kommt neben dem Orchester auch der Synthesizer zum Einsatz. Ich finde es etwas schade, die.....

40 Musiker, die ganz offenbar voller Engagement und Begeisterung bei der Sache sind, könnten aus meiner Sicht viel mehr Gewicht beim Arrangement der einzelnen Lieder bekommen. Gerade das das ikonische Intro von "Turn Me Loose" hätte man vielleicht von den Streichern und Bläsern gestalten zu lassen können -ein Versuch wäre es wert gewesen. So aber bleiben die Songs des Abends - allesamt natürlich Hits - immer sehr nah an den Originalen.

Bei den Herren Andy Scott und Pete Lincoln von Sweet ist es nicht viel anders. Bei "Action" und "Blockbuster" steht dann zum ersten Mal das Publikum in der Halle von den Stühlen auf - und manche wollen sich gar nicht mehr hinsetzen. Fällt ja auch schwer.

Während Sweet nach wie vor immer mal wieder live unterwegs sind, ist der nächste Sänger ein seltener Gast in Europa: Kevin Cronin von REO Speedwagon. Kevin Cronin ist 1972 zur Band hinzugestoßen was man der Stimme etwas anhörte, so zerbrechlich wie sie war. Andererseits mutete sie ja schon immer irgendwie zerbrechlich an. Dennoch kommen Songs wie "Can't Fight This Feeling" und "Keep On Loving You" immer noch gut an auch wenn ich weiterhin das Klangbild eines Orchesters vermisse. Zu nah blieben mir die Lieder am Original.

Im Mittelteil ändert sich das dann schlagartig und das Symphonieorchester steht im Rampenlicht, sowohl mit einem Cello-Solo als auch beim Auftritt von Anna Maria Kaufmann, die "The Last Unicorn" singt und "Phantom Of The Opera". "Phantom Of The Opera" hat sicherlich für Überraschung gesorgt: der Duettpartner war Sweets Pete Lincoln. Ob das gesanglich gut geht? Es ging sehr wohl er hat seine Sache erstaunlich gut macht und Maria Kaufmann konnte ihre gewaltige Stimme zeigen.

Wie auch Dan Lucas, der Gewinner der Castingshow "The Voice Senior", der danach auftrat. Ohne die übliche Pause wie in den Jahren zuvor geht es in den zweiten Durchgang mit allen bisherigen Stars, die noch mal jeweils zwei ihrer größten Hits präsentieren.

Aber einer fehlte da ja noch: Ian Gillan, die einzig wahre Stimme von Deep Purple, betritt im Anzug die Bühne. Aber nur für ein Song, dann zog er das Jackett aus und der gut gealterte Rocker kam zum Vorschein. Die hohen, spitzen Töne sind für ihn zwar inzwischen außer Reichweite aber der Klang ist nach wie vor Deep Purple like, einfach Wow! Mit "Highway Star" wagt sich der 73-Jährige auch diesmal wieder an einen echten Klassiker. Eine echte Überraschung unter den sechs Deep-Purple-Songs des Abends ist dann "Anya" vom 1994-Album "The Battle Rages On", das vermutlich deswegen ausgewählt wurde, weil Cellos so gut dazu passen.

Überhaupt: die Songs von Deep Purple erlauben nun endlich auch die Power und Möglichkeiten des Orchesters aufzuzeigen. Der ganze Abend mündet, wie kann es anders sein, mit "Smoke On The Water". Alle Stars auf der Bühne mehrere Hundert Jahre Bühnenerfahrung auf der Bühne und 3 Stunden ohne Pause gehen fulminant zu Ende. Ich freu mich schon auf 2020 - dann wieder mit Alice Alice Cooper, den ich schon 2014 bei Rock Meets Classic gesehen hatte.
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Bericht und Fotos: Thomas Pfleiderer

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