Coast Rock Festival bericht


Aufgrund des Krankheitsbedingten Ausfalls eines Freundes vom Reaperzine, ist dieser Bericht für „Radio Schwarzeseele“ und das „Reaperzine“ geschrieben.

   

Sympathisch, familiär, gut organisiert und spielfreudige Bands - das zeichnete das diesjährige „Coast Rock Festival“ im hohen Norden, genauer gesagt in Hinte, aus. Das Festival fand bereits zum vierten Mal statt, zum dritten Mal in Folge im Live Music Center Emden. Die Metalszene in Ostfriesland ist eine eingeschworene Gemeinschaft und so wundert es nicht, dass auch beim Coast Rock viele freiwillige Helfer für die verschiedensten Aufgaben zusammenkommen, welche sogar Urlaubstage für den Auf- und Abbau opferten. Gut zu sehen ist hier auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen „Eastfrisian Metal Association e.V.“ und „Kuhzifer e.V.“, denn viele der Helfer sind in mindestens einem der Vereine aktiv.

   

                                     

Zur Location- das Live Music Center Emden- ist zu sagen, dass sie genügend Parkplätze direkt vor der eigentlichen Konzerthalle bietet. Auch bot der Veranstalter die Möglichkeit zu zelten oder mit dem Campingmobil zu kommen - was Ende September verständlicherweise nur sehr wenige in Anspruch genommen haben. Für die kleinen Festivalgänger gab es sogar eine Hüpfburg.

   

Besonders toll war, dass die Veranstalter an viele Sitzmöglichkeiten gedacht haben, welche bei dem langen Tag sehr praktisch waren. Was die Getränkeauswahl angeht, kann selbst ich als Nicht-Biertrinker einmal nicht meckern, denn es gab einige alkoholische Alternativen. So zum Beispiel eine dekorativ gestaltete Cocktailbar, die sich großer Beliebtheit erfreute. Ansonsten gab es sowohl drin wie auch draußen einen Getränkewagen bzw. -stand, bei welchem es scheinbar aufgrund einer Störung einer Zapfanlage hier jedoch zwischendurch zu längeren Wartezeiten kam.

   

                                     

Die Bands, die den Tag bestritten sind in verschiedenen Stilrichtungen beheimatet und so war für jeden etwas dabei. Eröffnet wurde das Festival von den Emdern „Blixxem“, welche schon eine Menge Leute zur Mittagszeit für die härtere Musik begeistern können. „Ghosther“ – im Februar 2014 als MoDo gegründet, im August 2019 umbenannt - laden mit ihren abwechslungsreichen Übergängen zwischen dem Gesang der Frontfrau und dem Grölen ihres männlichen Kollegen zum Bewegen ein und machen mit ihrem Alternative Metal Spaß. Die Holländer von „Disabuse“ kamen positiv verrückt rüber, und hatten merklich Spaß auf der Bühne. Das erste Tageshighlight kam dann mit „Blood Fire Death“, die Bathory Tribute Band welche im Vorjahr den Gig aufgrund eines Flugausfalls absagen musste, hatte direkt zugesichert den Auftritt 2019 nachzuholen. So verwundert es nicht, dass diese Jungs die Halle gut gefüllt haben. Wer bisher noch nichts von Ihnen gehört hat, nachholen!. Dunkel, atmosphärisch aber auch unnahbar kommen „The Spirit“ rüber, bei denen die Gitarrensounds aufgrund der Hallengröße nicht wie auf dem Album rüberkamen. Mit „The Idiots“ war die Fraktion der Punk hörenden Besucher dann gefragt, die Location in eine Punkparty zu verwandeln, was Band und Zuschauern auch hervorragend gelang (incl. Bierdusche). Die Band „Master“ kam bereits am Vorabend an der Location an, und feiert mit den bei der Opening Party anwesenden noch einige Stunden, und somit in den Geburtstag von Sänger Paul Speckmann rein. Während des Auftritts skandierten die Zuschauer „Happy Birthday…“, sodass Band und Publikum eine tolle Zeit zusammen hatten.

                                     

Als nächstes standen die Mannen von „Tankard“ auf der Bühne, und ließen keine Wünsche offen, die Setlist bot alles was man erwartet hatte. Die 37 Bandjahre merkt man höchstens an der Bühnenerfahrung und der Professionalität, nicht aber an fehlendem Spielwitz. Zum Abschluss des Abends luden „The Beerbusters“ als Lokalmattadoren noch vor die Bühne, und feierten ein Mal mehr eine gelungene Party mit den vor der Bühne noch lebenden Gästen. Zum Ende des Gig’s gesellte sich Sir Hannes von „The Idiots“ noch mit auf die Bühne, um gemeinsam das Lied Durstige Männer zu singen, hierzu gesellten sich dann auch ein paar Zuschauer.

   

                                     

Die Lichttechnik sowie die Lasershow hat mir persönlich sehr gut gefallen und war auf die jeweilige Band gut abgestimmt. Leider war es insgesamt etwas laut, teilweise blechern und die Crew hatte mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nichtsdestotrotz kam es zu keinen größeren Verzögerungen- auch, da durch den Ausfall der Band „Blackdraft“ ein kleiner Puffer entstanden war. Alles in allem schon sehr gut gelungen, was den Sound angeht und Absprachen untereinander ist noch etwas Luft nach oben- auch was die Bewerbung des Festivals angeht. Ihr solltet dieses Festival nächstes Jahr also keinesfalls verpassen, wenn ihr auf gute Musik in sympathischer Atmosphäre, leckeres Essen und eine große Auswahl an Getränken steht.

   

                                                                                                                                                                     

Bericht: Franziska Gaumnitz Fotos: Marc-Hendrik Freund

   

   

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