Wolfsfest konzert Bericht aus München


Jedes Jahr auf´s neue findet die im Pagan Metal angesiedelte Band Varg mit dem
Wolfsfest zu allen möglichen deutschen Städten.
Das Wolfsfest gibt es jetzt schon das bereits vierte mal seit 2016. Ich selbst konnte schon
2016 und 2017 im Münchner Backstage das Wolfsfest erleben, und was für ein Fest das
war.
Aber nun zum Wolfsfest 2019 in München. Nachdem ich leider 2018 verpasst habe und
gehört habe, das Varg wieder anfängt alte Größten wie „Schildfront“ wieder zu spielen,
konnte ich mich nicht davon abhalten prompt Karten für München zu kaufen. Diesmal
nehmen Varg drei Vorbands mit auf Tour:
Thormesis welche mir bislang unbekannt blieben als auch Ektomorf – ebenfalls
unbekannt. Als letzte Vorband kommt wie auch schon 2016: NACHTBLUT!
Voller Vorfreude ziehe ich also mit mein Saufkumpanen und meiner Freundin los.
Gerade als ich ankomme spielt die erste Vorband: Thormesis. Ziemlich überraschend den
auf der Homepage der Konzerthalle als auch auf der Karte sind sie nicht erwähnt, wodurch
es umso mehr eine Überraschung war.
Thormesis beginnen den Abend dunkel und Melodisch. Die Bühne verzichtet auf eine
abwechslungsreiche Lichtershow und hüllt sie in ein dunkles Lila, während laut und durch
dringlich heller und kreischender Black Metal Gesang durch die kleine Halle tönt. Gerade
richtig zur Jahreszeit wo die Stimmung traurig und kalt wird. Mir gefällt die Band, zwar sind
sie jetzt nichts besonderes, doch die Stimmung passt zur Musik und so hole ich die erste
Runde Bier, wackle ein wenig zur Musik den Kopf, und lausche den Melodisch schnell
gespielten Akkorden der jungen Black Metal Band. Als Höhepunkt überrascht mich
Thormesis dann mit ein paar hohen clean Vocal Passagen ala Windir. Wer mich kennt
weis das ich auf so was total stehe, und ab dem Punkt haben sie mich für sich gewonnen.
Nach kurzer Zeit ist der Gig zu ende und man gönnt sich eine Raucherpause. Erste neue
Kontakte werden geknüpft, Handynummern bereits ausgetauscht und dann steht auch
schon die nächste Band auf der Matte: Ektomorf.
Lautes Jubel erfüllt die Halle, und das bei der 2. Vorband. So was hab ich selten gehabt,
doch der Stimmung tut es gut, und die Band fängt mit 100%iger Energie an. Entgegen
meiner Erwartungen dröhnt hier eher Thrash Metal, wobei ich bei dem Logo eher an eine
andere Richtung gedacht hätte. Aber nichts desto trotz, der Schlagzeugbeat ist perfekt für
das Headbangen, und das nutze ich natürlich -bei der nächsten Runde Bier- gleich aus.
Die Leute machen mit, der Sound ist Laut und die Band hat offensichtlich gute Laune. So
muss ein Auftakt zu ein Spaßigen Abend aussehen.
Aber nun zu meinem persönlichen Highlight des Abends: NACHTBLUT.
Nachtblut kenne ich bereits als Vorband vom Wolfsfest 2016. Dort war die Stimmung
allerdings eher Vorbandtypisch.
Doch das sollte sich beim Wolfsfest 2019 stark ändern: Kaum verdunkelt sich die kleine
Konzerthalle bricht tosendes Gebrüll im Publikum aus, Hände werden in die Luft gestreckt
und die Band betritt die Bühne mit „Multikulturell“ aus dem neuen Album „Apostasie“. Es
wird mitgeschriehen und geheadbangt, die Band ist sichtlich gut gelaunt und gibt ihre
110% auf der Bühne. So dauert es auch nicht lange bis schon bald der erste Moshpit
anfängt.
Als Höhepunkt kommt für einen kleinen Instrumentalpart Askeroth in den Moshpit und heizt das ganze noch einmal ein wenig auf.

Kurz vor Schluss kommt dann auch noch AblaZ samt Bass zum Crowdsurfen bei dem
Albumhit „Lied für die Götter“.
Nach einer gefühlten viel zu kurzen Zeit beendet Nachtblut ihren Auftritt. Sie verlassen die
Bühne mit ein zutiefst zufriedenen Publikum, unter tosenden Beifall und Jubel. Zwar hab
ich mich riesig auf Nachtblut gefreut, doch diesen Auftritt habe ich nicht erwartet. Jeder
Zeit wieder! So muss das aussehen!
Doch nun zum Headliner des Abends, und hier muss dann doch noch ein altes Thema aus
gekramt werden. Varg ist nicht definitiv nicht für jeden was, und die Diskussionen um Varg
müssen glaube ich nicht erwähnen. Überraschend geschieht bei Varg ein
Besetzungswechsel an Gitarre und Bass und man möchte sich wieder zurück auf die
Wurzeln der Band besinnen. So werden alte Lieder welche gespielt, welche einige
Diskussionen erst angeheizt haben. Also sehe ich kurz vor Varg vor der Konzerthalle
etliche Leute die Halle verlassen, und als ich wieder die Halle betrete ist diese ein gutes
Stück leerer wie vorher. Das sollte sich auch nicht nennenswert mehr ändern. Dennoch:
Leer ist es nicht, und das merkt man besonders in der vorderen Hälfte als Varg die Bühne
betritt. Und man merkt: Es hat sich tatsächlich was geändert, und das nicht im Negativen.
Auf einmal steht dort in Gesichtsbemalung, Ledernen Rüstungsfragmenten und wilden
Haaren wieder eine richtige Pagan Black Band. Und was für eine. Ich dufte Varg bereits
zwei mal erleben wie oben erwähnt, und nie haben sie so kraftvoll und gut geklungen. Es
geht heiß her: Nackte Oberkörper prallen im Moshpit aufeinander, Haare fliegen durch die
Gegend und viele Fäuste mit grölenden Besitzer sind überall zu sehen. Neuere Lieder hört
man hier von Varg weniger, lediglich „Das Ende aller Lügen“ und „Streyfzug“ gibt es da zu
hören, soweit ich es war genommen habe. So gefällt mir das, und der erneute Image
wechsel lohnt sich für die Band. Den nicht nur bei der Band hat sich etwas getan, sondern
eine deutliche Veränderung im Publikum ist zu sehen: Viele ältere Fans, weniger
Mainstream und eingesessene Pagan und Black Metaler dominieren das Feld. Und das ist
hier auch gut so.
Als Abschluss gab Varg wie immer Blutaar zum besten mit einer Wall of Death nach der
anderen. Und dann tatsächlich noch das Lied auf das viele gewartet haben: Schildfront als
unweigerlicher Höhepunkt des Abends. Es hat sich mal wieder auf jeden Fall gelohnt und
ich denke mit herrlichen Nackenschmerzen an das insgesamt 4. Wolfsfest zurück.

Bis nächstes Jahr!
Simon Jungahns

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